Hexenjagd in Salem
Während die Hexenverfolgungen in Europa nachlassen, werden 1692 in Salem, Massachusetts, Dutzende von Menschen wegen Hexerei angeklagt und hingerichtet. Es kann jede und jeden treffen: auch die Frömmsten, die Reichsten und die Mächtigsten. Für eine Verurteilung zum Tod am Galgen reicht es, wenn ein Zeuge behauptet, im Traum oder in einer Vision die Hexe bei bösen Taten gesehen zu haben. Erst Thomas Brattle beendet diese absurden Prozesse. Er ist Mitglied der Royal Society, einer Vereinigung der wissenschaftlichen Elite. Bis heute faszinieren die Prozesse von Salem Wissenschaftler und Künstler. Die Ursache dieses kollektiven und tödlichen Wahns ist noch immer nicht abschliessend geklärt. Von religiöser Hysterie und unterdrückter Sexualität bis zur Mutterkorn-Vergiftung reichen die Hypothesen
