Heiraten auf Dänisch
Katrin hat grosse Schwierigkeiten die Wahrheit zu sagen und Entscheidungen zu treffen. In gewissen Situationen kneift sie und lässt den Dingen ihren Lauf. Selbst an der kirchlichen Trauung, zu der sie verspätet und verwirrt eintrifft, verweigert sie zum Erstaunen ihres liebenswürdigen Bräutigams Jonas und der Hochzeitsgesellschaft auf die entsprechende Frage des Pfarrers das Ja-Wort.
Heiraten auf Dänisch? Der englische Titel «Old New Borrowed and Blue» des neuen Dogma-Films von Natasha Arthy erinnert an einen alten Brauch, wonach die Braut mit etwas Altem, etwas Neuem, etwas Geliehenem und etwas Blauem in der Kirche zu erscheinen hat. Katrin ist entsprechend vorbereitet. Nur eines hat sie nicht getan: Sie hat ihre Schwester, die seit dem Weggang ihres Freundes Thomsen psychisch angeschlagen ist, nicht über die bevorstehende Hochzeit informiert. Als Thomsen zwei Tage vor dem grossen Ereignis unerwartet aus Afrika zurückkehrt, entwickelt sich eine veritable Komödie mit einigen konfusen Situationen und frivolen Dialogen. Der dänische Originaltitel «Schau links, da ist ein Schwede» verweist bereits darauf. Denn Katrin hat gemerkt, dass sie in Thomsen, den Schweden, ganz schön verliebt ist. Was soll sie machen? Und was soll der Pfarrer mit dem Brautpaar und der Hochzeitsgesellschaft machen?
Hans Hodel, Filmbeauftragter Reformierte Medien
«Heiraten auf Dänisch» (Se til venstre, der er en svensker), Dänemark 2003, Regie: Natasha Arthy, Besetzung: Sidse Babett Knudsen, Björn Kiellman, Verleih: Ascot Elite Entertainment Group.
