Harry Potter and the Goblet of Fire

Düster fängt er an, der nun mehr vierte Harry-Potter-Film, und düster bleibt seine Grundstimmung. Die Freunde Harry, Hermine und Ron sind zu Teenagern herangewachsen und erleben, dass die Abwehr von dunklen Mächten kein Kinderspiel mehr ist. Im Zentrum steht ein Zauber-Wettkampf auf Leben und Tod, für den Harry eigentlich noch zu jung ist. Weil er aber – durch faulen Zauber? – zur Teilnahme ausgelost wird, muss er schwere Prüfungen bestehen. Die schwerste jedoch wird sich jenseits des Wettkampfs abspielen, an einem Ort und mit einem Gegner, bei dem ihm niemand helfen kann. Nebenbei macht sich die Pubertät bemerkbar: Ein Abschlussball steht an, und das aus amerikanischen Teenie-Komödien bekannte «Problem», wer wen zum Tanz begleitet, muss durchlitten werden. Ärgerlich, dass nicht nur die Ballfrage von Geschlechterstereotypen dominiert ist; auch im Wettkampf geht dem einzigen Mädchen die Puste am schnellsten aus.

Der technisch brillante Film hält in Atem und unterhält. Seine düstere Bildsprache allerdings macht ihn für Kinder schwer verdaulich. Wenn manche Kantone die in Deutschland und anderswo angesetzte Altersfreigabe von 12 Jahren unterschreiten, ist dies bedenklich. Einem zu jungen Publikum wird – wie Harry im Film – etwas zugemutet, für das es noch nicht reif genug ist.

Christine Stark, Filmbeauftragte Reformierte Medien
christine.stark@ref.ch

«Harry Potter and the Globlet of Fire», Grossbritannien / USA 2005, Regie: Mike Newell, Besetzung: Daniel Radcliffe, Emma Watson; Verleih: fox-warner, Internet: http://www.fox-warner.ch Filmwebsite: http://www.harrypotter.de

Kinostart: 17. November 2005