Hannah Arendt
Hannah Arendt (Barbara Sukowa) ist aus Nazideutschland geflohen und lebt mit ihrem Mann Heinrich (Axel Milberg) schon seit 20 Jahren im amerikanischen Exil. Ihre New Yorker Wohnung ist Treffpunkt immigrierter jüdischer Intellektueller. Im Auftrag des «The New Yorker» reist sie nach Jerusalem, um über den Adolf Eichmann-Prozess zu berichten. Im Gerichtssaal ist sie zunächst irritiert. Sie sieht in dem Massenmörder einen Beamten, der die Ermordung der Juden mitleidslos wie eine ihm auferlegten Pflicht erfüllte. Im Februar 1963 erscheint ihre Artikelserie, deren provozierende These von der «Banalität des Bösen» für weltweite Empörung sorgt. Trotz einer beispiellosen Hetzkampagne verteidigt die Denkerin ihre Interpretation, wonach ganz normale Menschen zu Gräueltaten unvorstellbaren Ausmasses fähig sind. Mit ihren Ideen wurde sie zu einer Wegbereiterin der modernen Philosophie der Menschenrechte. Der Spielfilm (D/F/LUX 2012) von Margarethe von Trotta verdichtet das Leben der Denkerin auf die Zeitspanne von zwei Jahren, um ihre Person und ihr Denken sichtbar zu machen
