Glauben. Wer gibt, ist eigentlich der Beschenkte

In der Konsumgesellschaft gilt es, möglichst wenig geben, um möglichst viel zu bekommen. In der christlichen Tradition hingegen ist das Geben seliger als das Nehmen. Doch Geben ist eine zwiespältige Angelegenheit, weil es den Nehmenden beschämen oder demütigen kann, weil es bewusst als Machtmittel eingesetzt werden kann. Sozialwissenschaftler hinterfragen dies schon lange. In der Theologie steht die Auseinandersetzung damit erst am Anfang. Wann empfinden Menschen das Geben und Nehmen als gelungen und beglückend?