Geisterjagd

Der Regisseur Raed Andoni weiss nicht, ob seine bruchstückhaften Erinnerungen an die Haft im israelischen Moskobiya-Verhörzentrum real sind oder eingebildet, doch die traumatischen Gedanken lassen ihn nicht los. Per Stellenanzeige sucht er andere ehemalige Insassen – Handwerker, Architekten und Schauspieler –, denen er sein Projekt erläutert: Die erlebte Gewalt im Verhörzentrum in einem Kellergeschoss aus der Erinnerung wieder hochkommen zu lassen und mal in die Rolle der Täter, mal in die der Opfer zu schlüpfen. Sechs Wochen lang kommen die Männer unterschiedlichen Alters jeden Tag in das Tiefgeschoss, um ihr ehemaliges Gefängnis neu erstehen zu lassen. Während die Zellenwände hochgezogen werden, kommt das Unaussprechliche nach und nach ans Licht. Die ehemaligen Insassen spielen ihre Erlebnisse in Moskobiya nach und lange unterdrückte Gefühle kommen wieder an die Oberfläche