Gas-Macht. Politik mit Pipelines
Beim grossen Spiel um Gas und Macht hat in Europa das politische Endspiel begonnen. Vorgeblich geht es darum, ob ein Konsortium – geführt vom russischen Konzern Gazprom – eine weitere Gas-Pipeline durch die Ostsee baut: Nord Stream 2 soll Russland mit Lubmin in Mecklenburg-Vorpommern verbinden. Tatsächlich geht es um den Zugriff auf Energieressourcen, Milliarden-Leitungsverträge und das Abkoppeln ganzer Länder: Gross ist die Angst in der Ukraine – aber auch Polen, Slowaken und Balten lehnen die Pläne ab. Eine grosse Mehrheit im Europaparlament ist ebenfalls gegen das Projekt. Im Hintergrund hoffen die USA auf einen Verkauf des eigenen Flüssiggases, drohen mit Sanktionen. Dagegen sagen Regierungsvertreter in Berlin und Moskau, das Projekt garantiere Versorgungssicherheit und günstige Erdgaspreise und sei zudem rein privatwirtschaftlich
