FilmMittwoch im Ersten. Die Zeit der Kraniche
In der Einsamkeit der Unteren Havelniederung, einem der letzten Vogelparadiese Deutschlands, lebt die zwölfjährige Lea (Stella Kunkat) allein mit ihrem Vater Lutz (Bernhard Schir), einem leidenschaftlichen Umweltschützer. Sie steht an der Schwelle zum Erwachsenwerden, konfrontiert mit Herausforderungen der Gegenwart und den Schmerzen der Vergangenheit. Sie fühlt sich einsam. Auch der von der Welt zurückgezogene Vater wird für Lea, die sich nach Gemeinschaft sehnt, zunehmend zum Problem. Leas Mutter hat beide kurz nach der Geburt verlassen, ein traumatischer Verlust, der bei Vater und Tochter bis heute nachwirkt. Auf einem Streifzug entdecken die beiden ein neugeborenes Baby. Sie retten das Kind vor dem sicheren Erfrierungstod, und dieses Erlebnis erschüttert ihr gemeinsames Leben, insbesondere als eine verängstigte junge Frau – die Mutter des Kindes – in ihrem Zuhause auftaucht. Josh Broecker ist mit «Die Zeit der Kraniche» ein sensibles Drama (DE/AT 2010) über Verlust und Sehnsucht nach Gemeinschaft gelungen
