Filmfestival Nyon: Erstmals mit Interreligiöser Jury

Am Internationalen Filmfestival in Nyon (18.-25.04.2005) ist zum ersten Mal eine Interreligiöse Jury beteiligt. Die Filme des Wettbewerbs werden nach ihrem ethischen Gehalt, ihrer ästhetischen Qualität und ihren religiösen Dimensionen befragt.

Die katholische Kirche in der Schweiz und die Templeton Stiftung (USA) ermöglichen den Aufbau einer Filmjury am Filmfestival von Nyon. Das Pilotprojekt fördert den Dialog zwischen den Religionen: vorerst zwischen Christentum, Judentum und Islam. In einem zweiten Schritt wird sich die Jury auch gegenüber dem Buddhismus und dem Hinduismus öffnen.

Die Interreligiöse Jury vergibt einen Preis im Wert von SFr. 5’000.– an einen Film des internationalen Wettbewerbs. Zudem vergibt sie einen Preis der Templeton Stiftung im Wert von SFr. 5’000.– zum Dialog zwischen Religion und Wissenschaft. Der Templeton Preis ist verbunden mit einer Folgeveranstaltung in der Schweiz, an der öffentlich über den ausgezeichneten Film diskutiert wird.

Die Mitglieder der Jury sind Roza Berger-Fiedler (D), Robin E. Gurney (GB), Mani Mezhu-kanal (Indien / CH) und Nicoletta Mani (CH). Sie sind von den internationalen Film- und Medienorganisationen INTERFILM und SIGNIS nominiert. Die beiden Organisationen vertreten die christlichen Kirchen. Mit dem Pilotprojekt einer Interreligiösen Jury wollen INTERFILM und SIGNIS eine Brücke zu jüdischen und islamischen Organisationen bauen. Die internationale Filmkultur, die am Festival Visions du réel gezeigt und diskutiert wird, stellt eine ausgezeichnete Plattform dar für den Dialog zwischen verschiedenen religiösen Kulturen und Werthaltungen.

Kontakt:
Charles Martig, SIGNIS Schweiz und Katholischer Mediendienst
charles.martig@kath.ch

Hans Hodel, INTERFILM und Templeton Stiftung
hanshodel@swissonline.ch

VISION DU REEL: http://www.visionsdureel.ch
INTERFILM: http://www.inter-film.org
SIGNIS: http://www.signis.net