Fever
Damien (Martin Loizillon) und Pierre (Pierre Moure) begehen einen «acte gratuit». Ohne Motiv ermorden sie eine junge Frau. Die aus jugendlichem Leichtsinn begangene Tat wird ihr Leben und das der jungen Optikerin Zoé (Julie-Marie Parmentier), die die Nachbarjungen kurz nach der Tat sieht und sie verdächtigt, nachhaltig verändern. Ein Film über das «Fieber», das jemanden befallen kann, und die Frage der Schuld. Die Frage nach der «Banalität des Bösen», wie sie Hannah Arendt formuliert hat, wird aus einem anderen Blickwinkel heraus gestellt. Denn trotz des Mords geht das Leben weiter. Es ist Sommer, die Abiturprüfungen stehen an. Ein hervorragender, verstörender Film (FR 2014) von Raphaël Neal, der Bezug nehmend auf Hannah Arendts Überlegungen zur «Banalität des Bösen» die Frage nach der Schuld und dem Umgang mit ihr neu stellt
