Exil

Exil ist das Fehlen von etwas, eine unerträgliche Einsamkeit. Man verliert sich, leidet und verkümmert. Doch manchmal findet man im Exil auch die Seinen wieder: in einer Welt der Wörter, Bilder und Träume, die nicht nur Kindern vorbehalten ist. «Exil» (Rithy Panh, FR 2015) ist ein Nachsinnen über das, was fehlt – über eine innere, geografische und politische Einsamkeit.  «Exil» ist auch der Versuch, einen Jungen zu verstehen, der in Kambodscha aufwuchs und dessen Familie 1975 von den Roten Khmer aus Phnom Penh vertrieben wurde. Seine Angehörigen verhungerten in einem Arbeitslager, Rithy Panh selbst gelang die Flucht und er wurde in Frankreich Regisseur