Evangelische Perspektiven. Telefonseelsorge

Die Nacht spült die Probleme hoch: Schulden, Scheidung, Einsamkeit. Wenn es draussen leise geworden ist, meldet sich die Seele. Einige sehen keinen Sinn mehr in ihrem Leben. Für solche akuten Krisen wurde vor 50 Jahren die Evangelische Telefonseelsorge München gegründet. Denn Reden kann helfen. Helmut Harsch, der evangelische Theologe und Psychotherapeut war der Initiator des niederschwelligen Angebots in München. Für ihn war schon damals klar, dass hier die Psychologie und die Theologie zusammenfinden müssen. Was damals noch Pionierarbeit war – das Miteinander beider Disziplinen – ist heute selbstverständlich: Wer in der Telefonseelsorge arbeitet, braucht ein Gespür für die seelische Not der Menschen, aber auch eine Offenheit für die Spiritualität. Inzwischen ist die Telefonseelsorge auf etwa 120 ehrenamtliche Mitarbeiter angewachsen