Evan Almighty

Auf diesen Film hat niemand gewartet und doch ist er ein logischer Nachfolger des erfolgreichen «Bruce Almighty». Es ist sicher kein Zufall, dass Gott – der wiederum leibhaftig auftritt – ausgerechnet Evan Baxter, den Ex-Kollegen von Bruce beauftragt, eine Arche zu bauen. Mit diesem höheren Auftrag tut sich der frischgebackene Kongressabgeordnete Evan Baxter allerdings schwer. Der Bau der Arche ist hochgradig unverträglich mit seinem modernen Familienalltag und seinem neuen Dasein als Politiker: Plötzlich scheint Evan Baxter immer mehr Tiere wie ein Magnet anzuziehen. Diese sind ihm nicht nur lästig, sondern behindern ihn beträchtlich. Während sich tausende von Tierpaaren an seine Fersen heften, macht Evan auch eine äussere Veränderung durch. Der starke Bart- und Haarwuchs sowie sein neuer Kleidungsstil verhelfen ihm schliesslich zu seinem «Noah-Look».

Steve Carrell gibt den ulkigen Evan hysterisch bis ohnmächtig. Die Parodie auf die Arche-Noah-Geschichte lässt kein Klischee aus und wandelt sich vor den erstaunten Augen des Sommerpublikums in einen Katastrophenfilm. Mit unterhaltsamer Bibeltheologie hat das nichts mehr zu tun. Die Versatzstücke der Noah-Legende kleben förmlich an der Oberfläche. Angestrengt lustig verkommt «Evan Almighty» zu einer missglückten Parodie.

Charles Martig, Filmbeauftragter Katholischer Mediendienst
charles.martig@kath.ch

«Evan Almighty», USA 2007, Regie: Tom Shadyac, Besetzung: Steve Carell, Morgan Freeman, Lauren Graham; Verleih: Universal Pictures, http://www.universalpictures.ch, Filmwebsite: http://www.evanalmighty.ch

Kinostart: 16. August 2007

«Bruce Almighty – Bruce Allmächtig» wird am Freitag, 24. August, 20.00 Uhr auf SF zwei gezeigt.