Essay. Essen als Konfession
Kaum ein Lebensbereich hat in den letzten Jahren einen solchen Bedeutungszuwachs erlebt wie die Ernährung. Veganerinnen oder Fruktuarier behandeln ihre Art des Essens wie eine Religion. In den Sozialen Medien boomen Seiten mit Kochrezepten. Zudem findet eine Ästhetisierung des Essens statt wie nie zuvor in der Kulturgeschichte. Warum ist gerade die Ernährung so zentral geworden? Ist das ein Epiphänomen unserer Wohlstandsgesellschaft oder ersetzt der Kult um das Essen fehlende Sinnstiftungsinstanzen?
