Essay. Die Gewalt der Zeit und die Zeit der Gewalt
Zeit und Gewalt stehen in einem intimen wie angespannten Verhältnis zueinander. Wer einen Menschen tötet, macht sich zum Herrn seiner Lebenszeit. Totschläger, Mörder, Terroristen, Gewaltverbrecher aller Art spüren die perverse Genugtuung, die Gewalt der Zeit zu personalisieren. Der Gewalttäter unterliegt zwar selbst der Gewalt der Zeit. Aber er hat sich, einen anderen Menschen tötend, dem Phantasma hingeben können, Herrscher über die Lebenszeit eines anderen sein zu können
