Es war einmal im Irak. Aufstände
Der Weg vom Ideal der Völkerverständigung und Demokratisierung nach westlichem Vorbild hin zu brutaler militärischer Unterdrückung im Irak wird beispielhaft am Werdegang eines amerikanischen Offiziers geschildert. Als Lieutenant Colonel Nate Sassaman 2003 im Irak eintraf, glaubte er an die Aufgabe, die vor ihm lag: dem irakischen Volk Demokratie und Stabilität zu bringen. Sassaman war für seine Männer ein inspirierender Anführer, und viele dachten, er sei dazu bestimmt, eines Tages General zu werden. Doch wenige Monate nach Beginn seiner Stationierung geriet seine Truppe in einen Hinterhalt, und seine guten Absichten verkehrten sich in brutale Rachsucht. Neben den Soldaten und den irakischen Zivilisten erlebten auch internationale Journalisten die Schrecken des Krieges hautnah. Ab 2003 erhielten Journalisten und Fotografen von der US-Regierung die Erlaubnis, den Krieg als «embedded journalists» zu begleiten. Das hiess, dass sie wie ein Teil der Truppe bei allen militärischen Operationen dabei waren …
