Einsamkeit und Sex und Mitleid
Ausgehend von einem mysteriösen Schuhdiebstahl in einem ICE-Grossraumabteil und der sich hieraus entwickelnden absurden Auseinandersetzung zwischen Anzugträger Dr. Stern (43), dem die Sneakers abhandengekommen sind, und einer Mutter mit ihrem Sohn, den Stern beschuldigt, der Dieb zu sein, entfaltet sich in «Einsamkeit und Sex und Mitleid» ein Kaleidoskop schillernder Figuren, deren Leben in Liebesbeziehungen oder auch in nur flüchtigen Begegnungen mal enger, mal lockerer verknüpft werden. Wie beschaffen sich Menschen Liebe, Zärtlichkeit, Zuneigung, Sex? Was bedeutet «modern love»? Wer liebt wen, warum und wie? Wie bewahrt man menschliche Würde in grossstädtischen Welten? Das sind die Fragen, denen Helmut Krausser und Ko-Autor und Regisseur Lars Montag in «Einsamkeit und Sex und Mitleid» (DE 2017) auf der Grundlage des gleichnamigen Romans von Helmut Krausser in episodenhafter Erzählweise nachgehen
