Eine Welt zerbricht – Der Augsburger Reichstag 1530 und die Folgen

Im Mai 1530 wird es eng in Augsburg. Rund zehntausend Besucher mit mehr als zehntausend Pferden müssen beherbergt und verpflegt werden, eine organisatorische wie logistische Herausforderung allerersten Ranges. Der Kaiser hat zum Reichstag in die Stadt geladen, um mit den Fürsten und Ständen des Reiches die drängendsten Fragen der Zeit zu beraten. Es geht um die Konfrontation zweier scheinbar unversöhnlicher Weltdeutungen: Die Macht des Glaubens und der Glaube an die Macht. Aus dem anfänglichen Bemühen, die Einheit des abendländischen Christentums bewahren zu wollen, wächst in diesem Sommer die Gewissheit, dass weder der Wille noch die Möglichkeit hierzu gegeben sind. Udo Wachtveitl geht auf Spurensuche an die Schauplätze dieses dramatischen Ringens, das die Welt verändert hat. Er deckt die Motive der Akteure auf und zeigt, warum das Doppelspiel Kaiser Karls V. scheitern musste