Eine amerikanische Affäre
Gleich zu Beginn seiner Amtszeit im Januar 2017 hat Präsident Donald Trump dem FBI, der mächtigsten Sicherheitsbehörde der USA, den Kampf angesagt. Er hat ohne Vorwarnung FBI-Chef James Comey gefeuert, der in der Affäre um Hillary Clintons E-Mails als Aussenministerin zu ermitteln hatte. Trump ist davon überzeugt, dass das FBI hinter Verschwörungstheorien gegen ihn stehe, eine beispiellose «Hexenjagd» organisiere und nur darauf aus sei, seinen Erfolg als Präsidenten zu sabotieren. Das Federal Bureau of Investigation (FBI), ein dichtes Netz aus Bürokraten, Geheimdienstlern und Juristen, versteht sich als Garant einer unabhängigen Justiz, die für nationale Sicherheit zu sorgen hat und die amerikanische die Verfassung verteidigen muss. Ihr Motto lautet: Treue, Mut, Rechtschaffenheit. Um das FBI in Schach zu halten, hat Trump seinem Justizminister William Barr, Herr über die Sicherheitsbehörde, alle möglichen Freiheiten eingeräumt. Wie konnte es dazu kommen? Woher kommt dieses gegenseitige Misstrauen?
