Ein Tag in Paris 1775

Paris steht 1775, wie heute, wie keine andere Stadt für Luxus und Mode, begründet ihren Ruf genau in dieser Zeit. Nicht nur der Adel gibt sich der Prunksucht hin, auch immer mehr Bürger wollen mit Modeschmuck und Second-Hand-Bekleidung ihren Vorbildern in Versailles nacheifern. An der Seite des jungen Perückenmachers Léonard Minet erleben wir einen Tag in dieser so widersprüchlichen Weltstadt am Vorabend der Revolution, als der Alltag für viele Pariser von Hunger und katastrophalen hygienischen Verhältnissen geprägt ist. Léonard verzichtet bei der Morgentoilette auf Wasser und vertraut lieber Parfüm und Flohfalle. Wie viele Pariser träumt er davon, den starren Strukturen des Ancien Régime zu entfliehen. Der aufkommende Beruf des Damenfriseurs und sein Geschick im Umgang mit Haaren eröffnen ihm Entwicklungsmöglichkeiten