Ein Schweizer namens Nötzli

Seit 26 Jahren arbeitet Joseph Nötzli (Walter Roderer) als Buchhalter in einem grossen Chemiewerk in Berlin. Seine beruflichen Träume hat er längst begraben, und seine sorgsam ausgetüftelten Produktionsvorschläge wurden nicht einmal zur Kenntnis genommen. So schlägt sich Nötzli mit täglichem Bürofrust und dem kleinlichen Vorgesetzten Arribert Müller (Friedrich Georg Beckhaus) herum. Seine Begabung lebt er im Schrebergarten aus, wo er sich ein Stückchen Schweiz aufgebaut hat und in einem kleinen Forschungslabor unter anderem riesige Tomaten züchtet. Die Firma mag er nicht verlassen, denn seit Jahren ist er heimlich in die attraktive Mitarbeiterin Hilde Hartmann (Ursela Monn) verliebt, die leider nichts von seiner Sehnsucht weiss. Dank einer mysteriösen Verwechslung wird Nötzli plötzlich in die Direktion befördert. Es gelingt ihm, den wenig stabilen Betrieb wieder auf Kurs zu bringen. Doch dann erliegt er den Verlockungen der Macht … Gustav Ehmck hat mit dem 1920 geborenen Schweizer Volksschauspieler Walter Roderer einen Nötzli-Film (DE/CH 1988) realisiert, der Vorurteile schwank-artig hinterfragt