Ein Köder für die Bestie (Cape Fear)

Nach seiner Freilassung will sich der gewalttätige Sexualverbrecher Max Cady (Robert Mitchum) an Sam Bowden (Gregory Peck) rächen, jenem Belastungszeugen, der ihn acht Jahre zuvor ins Gefängnis brachte. Weil er dem subtilen Terror Cadys nichts entgegenhalten kann, versteckt Bowden Frau (Polly Bergen) und Tochter (Lori Martin) schliesslich auf einem Hausboot in der archaischen Flusslandschaft North Carolinas. Doch der Psychopath findet sie auch dort, und so kommt es zum erbitterten Showdown. Vor allem Robert Mitchum mit seinem unterkühlt-minimalistischen Schauspielstil war es, der den als gewöhnlichen B-Movie geplanten Thriller «Ein Köder für die Bestie» (S. Lee Thompson, US 1962) zum Höllentrip der A-Klasse adelte. Als Inkarnation des Bösen verfolgt er den von Gregory Peck gleichfalls brillant verkörperten Kleinstadtanwalt Sam Bowden mit fast schon alttestamentarischem Furor und terrorisiert ihn und die Familie, bis nur noch der Tod als Ausweg offenzustehen scheint