Echtes Leben. Die Krise überstehen
«Alles worauf wir uns verlassen konnten, ist plötzlich weg. Jetzt müssen wir uns alle neu orientieren. Was ist uns wichtig?» Die Strassen in Köln sind leer geworden seit der Kontaktsperre. Die Kirchen sind geschlossen. Pfarrer Mörtter beeilt sich, zum Gemüsehändler zu kommen, denn hier bekommt er die besten Hinweise, wo in seiner Gemeinde Not herrscht. «Es ist wie ein Scheideweg an dem wir stehen: Entscheiden wir uns dafür zu verrohren oder entscheiden wir uns für mehr Solidarität?» Aber wie können wir Gemeinschaft erleben, wenn Abstandsregeln und Distanz unseren Alltag beherrschen? Oder wenn die Gemeinschaft plötzlich den sicheren Tod bedeutet. So wie bei Stefan Weirich. Der Imker der katholischen Kirchengemeinde St. Maria hat schon zehn Herzoperationen hinter sich. Eine Infektion mit dem Corona-Virus würde er nicht überleben. Währenddessen bereitet sich Dr. Tankred Stöbe im Berliner Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe auf die Situation vor, dass er mehr Patienten hat als Intensivbetten
