DOK. Philippinen – Dutertes Drogenkrieg unter kritischer Beobachtung

Als 2016 Rodrigo Duterte zum neuen Präsidenten gewählt wird, bringt das den Medien viel Arbeit, aber auch viel Ärger. Er geht mit harter Hand gegen mutmassliche und angebliche Drogenhändler vor und lässt sie kurzerhand erschiessen. In drei Jahren werden im Rahmen dieses Drogenkriegs Tausende Menschen ohne Verfahren umgebracht. Doch dass die Medien kritisch über ihn und seine Methoden berichten, passt dem Präsidenten überhaupt nicht. Unabhängige Sender und Zeitschriften werden zum Schweigen gebracht. In diesem Umfeld versucht die Journalistin Maria Ressa weiterhin unabhängigen Journalismus zu betreiben. Sie ist Chefredaktorin und Geschäftsführerin des Nachrichtenportals «Rappler». Sie und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geraten aber zunehmend in Dutertes Visier: Er will diese für ihn unbequeme Stimme zum Schweigen bringen. Denn Maria Ressa wurde 2018 vom amerikanischen «Time Magazine» zur Person des Jahres ernannt. Der deutsche Dokumentarfilmer Marc Wiese begleitet Maria Ressa und ihr Team bei ihrer Arbeit unter erschwerten Bedingungen