DOK. Gott, Arbeit, Geld – Wie die Reformation die Gesellschaft spaltete

Mit der Reformation begann eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung. Die Katholiken hatten andere Vorstellungen. Für sie war die Landwirtschaft die einzig gottgefällige Arbeit – vorerst. Ganz verschieden waren auch die Wege des Geldes: In reformierten Gebieten wurden Gewinne investiert in neue Entwicklungen. Es entstanden immer mehr Betriebe. Bei den Katholiken hingegen floss das Geld der Gläubigen in die Kirche. Die Folge laut Historiker Peter Hersche: «Im protestantischen Raum wird die Wirtschaft mit allen Mitteln gefördert, katholische Unternehmen gibt es dagegen bis weit ins 20. Jahrhundert praktisch keine.» Dann passiert, womit niemand gerechnet hat: Die Katholiken, politisch und wirtschaftlich mit dem Rücken zur Wand, setzen zu einer eindrücklichen Aufholjagd an. Gleichzeitig werden auf protestantischer Seite fortschrittskeptische Stimmen laut