Djamilia

Gleich zu Beginn beschreibt eine Frauenstimme die selbstbewusste und willensstarke Dshamilja. Die Hauptfigur aus Tschingis Aitmatows gleichnamiger Erzählung aus dem Jahr 1958 ist eine junge Kirgisin im Zweiten Weltkrieg. Ihr Mann ist an der Front, ihre arrangierte Ehe ist unglücklich und schliesslich entscheidet sie sich dafür, mit der Tradition zu brechen und mit ihrer grossen Liebe wegzulaufen. Eine berühmte literarische Heldin, für Regisseurin Aminatou Echard ein ideales Thema, um mit Frauen in Kirgistan ins Gespräch zu kommen und Zutritt zu ihrer Welt zu erhalten. Ein unverfängliches Thema ist es keineswegs. Denn ganz gleich, ob die Frauen über Dshamilja oder auch über ihr eigenes Leben sprechen, zeigt sich, wie aktuell die Konflikte, Sehnsüchte und Wünsche nach Selbstbestimmung noch immer sind …