Die Räuber. Von Friedrich Schiller

Die Brüder Franz (Valery Tscheplanowa) und Karl (Franz Pätzold) buhlen um die Liebe ihres Vaters (Götz Schulte). Dieser bevorzugt den schönen Karl, doch Franz intrigiert gegen seinen Bruder und bringt den Vater dazu, diesen zu verstossen. Karl gründet daraufhin eine Räuberbande und versetzt ganze Landstriche in Angst und Schrecken. Doch die Liebe zu Amalia (Nora Buzalka) führt ihn unter falscher Identität nach Hause zurück, wo Franz wie ein Despot das ganze Haus tyrannisiert. Es kommt zum Showdown zwischen den Brüdern. Freiheit und Determiniertheit, Leben, das Zwängen und unabänderlichen Mechanismen unterworfen ist, zeigt Ulrich Rasches monumentale Räuber-Inszenierung am Münchner Residenztheater, eindrücklich wie nie zuvor. Die Protagonisten sind eingespannt in ein monströses Räderwerk. Auf zwei gewaltigen, heb-, senk-, schwenk- und drehbaren Laufbändern marschieren sie durch die gut dreistündige Aufführung von Schillers Erstlingswerk