Die Protestanten – Fehlt ihnen ein Papst?
Die Protestanten – Fehlt ihnen ein Papst?
Unter dem Titel „Die Protestanten – Fehlt ihnen ein Papst?“ hat das NZZ-Folio der Reformierten Kirche das Juni-Heft gewidmet. Im Gegensatz zur Katholischen Kirche haben die Reformierten keinen irdischen Amtsträger, der bestimmt, was richtig und was falsch ist. Jeder einzelne steht in Beziehung zu Gott und empfängt das Heil direkt von ihm. Dieser Hintergrund führt im Editorial zur Frage „Wozu soll man, als zahlendes Mitglied notabene, einer Kirche angehören, die einem vor allem Selbstverantwortung aufträgt?“ Was das Wesen der Reformierten Kirche ausmacht und wie offizielle Stellungnahmen zustande kommen, darüber gibt der Präsident des Rates des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes (SEK) in einem Interview Auskunft. In weiteren Artikeln erkennt man das breite Spektrum der Reformierten Kirche: Neben den Porträts verschiedener Mitglieder, seien es die freischaffende Theologin, der Landpfarrer, die feministische Theologin, der Konfirmand oder die Diakonisse, wird nach dem Umgang mit der wachsenden Zahl von Kirchenaustritten gefragt, die Gegenkultur der evangelikal-charismatischen Bewegungen beleuchtet und der Versuch aufgezeigt, die protestantische Kirche mit neuen Ritualen zu erneuern. Auch die Plakatkampagne „Selber denken. Die Reformierten.“ und die damit verbundene Problematik der öffentlichen (Un-)Sichtbarkeit wird beschrieben.
Einige der Artikel sind abrufbar unter:
www-x.nzz.ch/folio/curr/toc.html
