Die Offenbarung des Michelangelo (La Pasión de Michelangelo)
Chile 1983, während der Aufstände gegen das Pinochet-Regime: Der 14-jährige Waisenjunge Miguel Angel (Sebastián Ayala) beteuert, von der Jungfrau Maria selbst auserwählt zu sein, durch ihn zum chilenischen Volk zu sprechen. Unterstützt vom örtlichen Priester Lucero (Aníbal Reyna) hält er regelmässig auf einem kleinen Hügel öffentliche Gebetssitzungen ab, um vor aller Augen mit der Jungfrau in Kontakt zu treten und ihre Nachrichten zu verkünden. Begleitet werden diese von wundersamen Erscheinungen am Himmel. Pater Ruiz-Tagle (Patricio Contreras) soll im Auftrag der Kirche dem Phänomen auf den Grund gehen. Regisseur Esteban Larraíns Film (CHL/FR 2012) basiert auf wahren Begebenheiten und zeigt, wie sich die chilenische Regierung die Religiosität der Menschen zunutze machte, um in schwierigen Zeiten von ihren eigenen Defiziten und Verstössen abzulenken
