Die Jesuiten und die chinesische Astronomie. Die verbotene Stadt
Der junge italienische Priester Matteo Ricci kam Ende des 16. Jahrhunderts als Jesuit nach China, um das Land zu missionieren. In Asien entdeckte der in Geometrie und Algebra bewanderte Mönch die chinesische Astronomie, ihre Kalender und ihre weit entwickelten Instrumente. Schon bald wurde ihm klar, dass die Kunst der Zeitmessung und der Vorhersage von Himmelsereignissen die Grundlage der kaiserlichen Autorität bildet. 1601 kam Ricci schliesslich nach Peking und dort auch in die Verbotene Stadt; er erhielt die Erlaubnis, sich in der Hauptstadt niederzulassen. Bald konnten ihm weitere Jesuiten aus Europa folgen. Westliche und fernöstliche Wissenschaft kam miteinander in Berührung. Gleichzeitig kam es aber auch zu zahlreichen Konflikten, was 100 Jahre später zur Verbannung der Jesuiten aus China führte
