Die grosse Reise. Seyran Ates und der Weg zu einem reformierten Islam
2017 gründet die Anwältin Seyran Ateş in Berlin eine liberale Moschee. Hier beten Männer und Frauen gemeinsam, sind Imaminnen und Homosexuelle willkommen. Sofort wird Ateş mit dem Tode bedroht. Der Film begleitet die Deutsche mit türkisch-kurdischer Abstammung beim Aufbau der Moschee und ihrem Kampf um Reformen im Islam. Für weite Teile der muslimischen Welt stellt dies eine Provokation dar. Die ägyptische Fatwa-Behörde erklärt die Gebete in der Moschee für «nicht gültig». Türkische Medien heizen die Stimmung gegen die Moschee in den sozialen Medien weiter an, und Seyran Ates, als Kopf der Moschee, erhält Hunderte Morddrohungen. Schon kurz nach der Eröffnung muss sie rund um die Uhr vom LKA bewacht werden. Doch Ates gibt nicht auf. Der Film blickt auch auf Seyran Ateş‘ Kindheit und Jugend und zeigt, wie die Gleichstellung von muslimischen Frauen zu ihrem Lebensthema wurde
