Die Bauhaus-Revolution (1/2)
Schnörkellose Strenge, klare Formen, Stahl und Glas: Grundelemente der Bauhaus-Architektur. Der erste Teil befasst sich mit dem Zeitraum von 1919 bis 1933 und schildert die Geschichte des historischen Bauhauses an den drei Bauhaus-Standorten Weimar, Dessau und Berlin. 1919 wurde die Architektur- und Designschule von Walter Gropius in Weimar gegründet. Die Bauhaus-Idee, eine geradlinige und damit universelle, industrielle Ästhetik zu entwickeln, die Architektur, Design, Handwerk und Kunst vereint, war sensationell neu. Das Bauhaus wurde schnell zum Brennpunkt modernen Denkens und der Avantgarde. Dazu gehörten auch gesellschaftspolitisch neue Ansätze. So wies das Bauhaus der Frau eine vermeintlich neue, selbstbestimmte Rolle zu. Die Architektur sollte eine Volksarchitektur sein, das Design, die Möbel erschwinglich für jedermann. Diese Vision verkehrte sich allerdings bald in ihr Gegenteil: Längst sind die Möbel und Designerobjekte des Bauhauses Ikonen geworden. Wer sie sich leisten kann, weist sich als wohlhabend und stilsicher aus
