Der Verdingbub

Max (Max Hubacher) ist ein Waisenkind und wird an die Bauernfamilie Bösiger verdingt. So scheint sein grösster Wunsch, Teil einer richtigen Familie zu sein, in Erfüllung zu gehen. Doch statt Liebe und Anerkennung wird er von den Pflegeltern wie ein Arbeitstier behandelt und von deren Sohn Jakob (Max Simonischek) aus Eifersucht gedemütigt. Als Trost bleibt das Handorgelspiel, das Einzige, was ihm niemand nehmen kann. Hier schöpft er Mut und das zum Überleben notwendige Quäntchen Selbstachtung. Als eine neue Lehrerin aus der Stadt sein musikalisches Talent erkennt, darf Max sogar am lokalen Schwingfest vor der gesamten Gemeinde spielen. Das Glück ist allerdings nur von kurzer Dauer. Eifersucht und Missgunst sind stärker. Markus Imbodens intensives Drama (CH 2011) zeigt die Realität der Verdingkinder zu Beginn des 20. Jahrhunderts