Der Stellvertreter
Kurt Gerstein (Ulrich Tukur) ist Chemiker und für Desinfektion zuständig. Eines Tages wird der SS-Offizier und Familienvater mit der Anlieferung von grossen Mengen Zyklon B beauftragt, das er normalerweise zur Schädlingsbekämpfung einsetzt. Er fragt nach dem Zweck und man zeigt ihm das Vorgehen in einem polnischen Lager, das Gerstein tief schockiert. Weder seine Familie noch Freunde oder Kollegen, die Gerstein nun ins Vertrauen zieht, wollen ihm helfen, die Vernichtung der Juden öffentlich zu machen. Während er versucht, Deportation und Vernichtung durch Informationsverbreitung zu verlangsamen, gelingt es ihm nicht, seine Umgebung aufzurütteln. Schliesslich informiert er den Vatikan. Doch im Vatikan schlagen ihm Unwillen und Misstrauen entgegen. Nur der junge Jesuit Riccardo (Mathieu Kasovitz) schliesst sich ihm an. «Der Stellvertreter» (FR/DE ROM 2002) ist die Verfilmung des gleichnamigen Theaterstücks von Rolf Hochhuth. Constantin Costa-Gavras sorgsame Komposition wirft ihre komplexen Figuren in eine tragische, weil reale Geschichte
Filmtipp Mai 2002:
