Der ewige Korea-Krieg
Am 28. November 2017 gelang es Nordkorea nach mehreren Versuchen erstmals, eine Langstreckenrakete abzufeuern. Triumphierend verkündete Diktator Kim Jong Un, dass sein Land nun die USA mit atomaren Sprengköpfen erreichen könnte. Eine Drohung, die nicht neu war. Bestärkt vom Sieg der Kommunisten unter Mao Tsetung in China überschritten am 25. Juni 1950 Truppen Nordkoreas die Demarkationslinie zwischen beiden Staaten am 38. Breitengrad und konnten schnell in den Süden vordringen. Im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen forderten die USA, das Vorgehen Nordkoreas als Friedensbruch zu deklarieren. Sie setzten am 25. Juni 1950 die «Resolution 82» durch. Wenige Tage später beschloss der Sicherheitsrat, mit UN-Truppen Südkorea zu Hilfe zu kommen. Bis Ende September 1950 hatten die UN-Truppen das nordkoreanische Militär vom Boden Südkoreas zurückgedrängt. Bis zum 27. Juli 1953 lieferten sich die Kriegsparteien erbitterte Kämpfe. Die USA warfen binnen drei Jahren mehr Bomben über Nordkorea ab als im gesamten Zweiten Weltkrieg. Der Koreakrieg gilt als einer der grausamsten Konflikte des Kalten Krieges
