Der Diktator, die Taliban und ich

Filmemacher Mohammed Naqvi nimmt den Zuschauer mit auf seine Reise durch die pakistanische Politik der letzten Jahrzehnte. Mo ist 19, als sich der liberale General Pervez Muscharraf 1999 an die Macht putscht. Sein Leben ändert sich völlig, endlich fühlt er sich sicher und frei. Jahrelang waren Schiiten wie er immer wieder Opfer von Terroranschlägen sunnitischer Extremisten geworden – nun setzt sich Muscharraf für den Schutz religiöser Minderheiten ein, sorgt für Stabilität und eine starke Wirtschaft. Als der Diktator 2008 vertrieben wird, vermisst ihn Mo, denn das Land versinkt bald wieder im Chaos. Dank persönlicher Kontakte darf er ihn mit seiner Kamera im Exil in Dubai besuchen und in sehr privaten Situationen filmen, etwa beim Schwimmen oder Frühstücken. Aus vielen Gesprächen setzt sich für Mo langsam ein Bild zusammen – das ihn, den einstigen Muscharraf-Fan, zunehmend desillusioniert