Das schwarze Herz Amerikas
West Virginia. Unter der Idylle seiner mit Laubwald bedeckten Berge verbirgt sich die Hölle: ein Labyrinth aus knapp einen Meter hohen Stollen, in denen die Bergarbeiter wie in frühkapitalistischen Zeiten den ganzen Tag im Dunkeln auf Händen und Knien kriechen. Die Dokumentation begleitet eine traditionelle Bergarbeiterfamilie in ihrem Alltag. Mit den beiden Söhnen Scott und Steven Lockhart fährt der Film kilometerweit in den Berg. Am Ende des Schachts beginnt für sie und ein Dutzend Kumpel der Kampf um die Kohle, pausenlos im Dunkeln kriechend. Die offenen Gespräche mit den Söhnen und deren Eltern lassen das Publikum begreifen, warum lebenslange Demokraten plötzlich ihre Hoffnungen für die Zukunft einem Donald Trump anvertrauen. Der Film ist auch eine Expedition zu den ursprünglichen und unheimlichen Seiten des abgeschiedenen Bergstaats: zu einer Messe der Snake-Handler-Pfingstgemeinde, zu Sheriff Martin West, der die drei mächtigsten amerikanischen Pharmakonzerne wegen der Opioid-Epidemie anklagt, und zur Cherokee-Aktivistin Maria Gunnoe
