CH:Filmszene. Weg vom Fenster – Leben nach dem Burnout
Mehrere Monate nach seiner Einlieferung in die Psychiatrie sollte der «Burnout»-Betroffene Matthias N. im Rahmen einer beruflichen Wiedereingliederungsmassnahme Kaltgetränke mit Eiswürfeln bestücken – und war noch immer überfordert damit. An solchen Beispielen wird deutlich, wie massiv die psychische Beeinträchtigung durch ein «Burnout» sein kann. Gerade bei Stressfolgekrankheiten ist der Heilungsprozess besonders schwer zu steuern und oft sehr individuell, weil er die gesamte Lebenssituation umfasst. Auch das gesellschaftliche Umfeld spielt eine entscheidende Rolle. Menschen wie Matthias N. haben sich meist jahrelang systematisch überanstrengt, ohne es sich einzugestehen. Dadurch manövrierten sie sich nicht nur beruflich, sondern auch sozial und familiär ins völlige Abseits. Einige Jahre nach der Krise denkt Matthias N. erneut über seine schwierige physische und psychische Gesundwerdung nach. Für den «DOK»-Film begibt er sich noch einmal an die Orte seiner Therapien, die alle den beruflichen Wiedereinstieg zum Ziel hatten, berichtet über persönliche Widerstände und die Gefühle der Selbstentwertung, die ihn quälten
