CH:Filmszene. Insulaner (Les insulaires)
Mitten im chilenischen Archipel liegt die kleine Insel Robinson Cursoe mit rund 600 Insulanern. Viele sind Nachkommen des Berner Alfred von Rodt der hier 1877 sein eigenes kleines Schweizer Königreich gründete. Als der Aristokrat und Abenteurer Alfred von Rodt auf der unwirtlichen Insel ankam, lebten dort 56 Menschen, 100 Kühe, 60 Pferde und etwa 7000 wilde Ziegen. Die einzige Nabelschnur zur Welt waren und sind auch heute noch die Transportschiffe, die die Insel mit den Annehmlichkeiten der Zivilisation versorgen. Der Grossteil der Bevölkerung lebt heute vom Langustenfang und vom Tourismus. Am 27. Februar 2010 zerstörte ein mächtiger Tsunami die Hälfte des Dorfes. Das hat das Leben auf der Insel verändert. Der chilenische Staat beschloss, Mittel für den Wiederaufbau bereitzustellen. Heute kann die Insel sogar ein Bevölkerungswachstum aufweisen. Dies hat jedoch Auswirkungen auf die Umwelt und das soziale Zusammenleben. Filmemacher Stéphane Goëls Dokfilm (CH 2018) zeigt die raue Wirklichkeit auf einer Insel mit Schweizer Wurzeln, verloren im Ozean
