CH:Filmszene. Bittere Ernte
Die Situation der Bauern, die zwar Nahrungsmittel produzieren, aber meist selber nicht genug haben, um sich zu ernähren oder – wie oft hierzulande – in eine existenzbedrohende Schuldenfalle geraten, ist prekär. Die Auswirkungen neoliberaler Freihandelspolitik berauben Kleinbauern auf der ganzen Welt ihrer Möglichkeit, ein annehmbares Einkommen zu verdienen. Der Sachverhalt ist komplex: Auf der einen Seite steht die Agrarindustrie, die von den Ländern des Nordens subventioniert wird und auf Kosten der Entwicklungsländer Exportüberschüsse produziert. Die lokale Landwirtschaft in den Entwicklungsländern kann mit den künstlich niedrigen Preisen nicht konkurrieren. Auf der anderen Seite steigen die Bauern von der Selbstversorgung auf die Produktion von landwirtschaftlichen Erzeugnissen, die exportiert werden können, um. Statt für sie überlebenswichtige Pflanzen produzieren sie nun Rosen, Essiggurken oder Pfeffer für den Export. Mit diesen Produkten sind sie den schwankenden Marktpreisen machtlos ausgeliefert. Mathieu Roys sensibler Dokumentarfilm (CH/CND 2017) gibt den Bauern und ihren Problemen ein Gesicht
