Charlotte Knobloch – Ein Leben in Deutschland

Charlotte Knobloch wird im Dritten Reich bei einer strenggläubigen, katholischen Bäuerin versteckt, und wächst danach im zertrümmerten München bei ihrem Vater auf. Als Mutter und Ehefrau ist sie innerhalb der jüdischen Gemeinde aktiv und wird schliesslich Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland. Charlotte Knobloch hat das jüdische Leben der Nachkriegszeit in Deutschland entscheidend geprägt und setzt sich bis heute für ein friedliches Miteinander ein. Das neue jüdische Zentrum mit der im Jahr 2006 geweihten Synagoge Ohel Jakob ist ohne ihr jahrelanges, leidenschaftliches Engagement nicht vorstellbar. Die frühe Erfahrung, aus einer Gesellschaft ausgestossen zu werden, in der man sich beheimatet fühlt, und trotzdem die Kraft zu finden, das Erlittene zu überwinden – es scheint das Lebensthema von Charlotte Knobloch zu sein