Bekar Evi – Das Junggesellenhaus

Sieben kurdische Bauarbeiter und Strassenhändler im Alter von 20 bis 50 Jahren teilen sich in Istanbul ein sogenanntes Junggesellenhaus, eine billige und ziemlich heruntergekommene Unterkunft. Keiner von ihnen ist wirklich gerne hier, denn als Kurden sind und bleiben sie Aussenseiter. Doch das Geld, das sie und ihre Familien in Ostanatolien zum Leben brauchen, können sie nur mit den Hilfsjobs in der Grossstadt verdienen. Kurz bevor die Männer zum Opferfest in ihre Dörfer zurückkehren, wird ihr Alltag von einem ungewöhnlichen Gast belebt: einer schneeweissen Katze mit verschiedenfarbigen Augen. Einer der Männer hat sie sich aus der Heimat beschafft – als Geschenk für seine Freundin in Istanbul. Aber zunächst bleibt «Blüte» – so nennt er die Katze – eine Weile in der Wohngemeinschaft. Der dokumentarisch-melodramatische Film gibt Einblicke in eine Gemeinschaft von Männern, die aufgrund ihrer Herkunft wenig Aussicht auf ein selbstbestimmtes Leben haben. Doch mit grosser Vitalität und Humor meistern sie ihr Schicksal