Aprile
Der politisch links sehr engagierte Regisseur Nanni (Nanni Moretti) steht vor seiner grössten Herausforderung: Sein Sohn wird bald das Licht der Welt erblicken, und Nanni will bereits im Voraus alle Unwägbarkeiten der Kindererziehung analysieren – und danach handeln. Hier liegt allerdings das Problem des intellektuellen Regisseurs: Er belässt es meistens beim Grübeln und Lamentieren. So auch bei seinen Filmen, die nie fertig werden. Doch dann kommt der kleine Pietro zur Welt, und Nanni beschliesst, selbst erwachsen zu werden, um seinen Sohn optimal zu erziehen. Doch bei dem ewigen Kind und Narziss Nanni ist das nicht so einfach. Mit «Aprile» (FR/IT 1998) setzt Nanni Moretti die filmische Chronologie seines Lebens fort, die er 1994 mit «Mein Tagebuch» begonnen hatte
