Am Ende kommen Touristen
Zivildienst in einer Begegnungsstätte in Polen? Das stand auf Svens (Alexander Fehling) Wunschliste nicht ganz oben. Es war aber die einzige freie Stelle, die er noch bekommen konnte. In Oswiecim, dem Ort, der unter seinem deutschen Namen Auschwitz traurige Berühmtheit erlangte, soll sich Sven um den eigenwilligen KZ-Überlebenden Krzeminski (Ryszard Ronczewski) kümmern. Sven wird nicht nur mit neuen Aufgaben, fremder Sprache und der historischen Bedeutung des Ortes konfrontiert, sondern auch mit der eingespielten Routine der Vergangenheitsbewältigung. Als Sven auf die polnische Dolmetscherin Ania (Barbara Wysocka) trifft und sich in sie verliebt, lernt er ein Leben jenseits der Begegnungsstätte kennen. Aber wie sieht ein normales Leben an einem Ort aus, an dem nichts normal ist? Robert Thalheims Spielfilm (DE 2007) lotet die Bedeutung von geschichtsträchtigen Stätten im Lauf der Zeit aus und zeigt auf, dass Erinnern viel mit der persönlichen Erfahrung zu tun hat
