About Time

Gibt es so etwas wie den Segen der Zeit? In der Komödie von Richard Curtis scheint es diesen Gnaden-Aspekt zu geben. Mit 21 Jahren entdeckt Tim Lake, dass er durch die Zeit reisen kann. Bei seinem Vater holt er sich Rat, denn diese seltene Gabe wird nur über die männliche Linie vererbt. Tim geht sofort ans Werk und versucht die kleinen und grösseren Ungeschicklichkeiten seines Lebens nochmals neu anzugehen. Zu Beginn gelingt ihm dies durchaus mit Erfolg. Bis er an tragischen Ereignisse in seiner Familie festfährt: ein Autounfall seiner Schwester oder eine tödliche Krankheit des Vaters. So muss der junge Tim lernen, dass er zwar eine fantastische Gabe bekommen hat, die es aber weise zu gebrauchen gilt.

Richard Curtis ist ein Spezialist im Genre der romantic comedy. Mit grossen Erfolgen wie «Four Weddings and a Funeral» und «Notting Hill» hat er die Herzen des Publikums erwärmt und die Gemüter im Kino erbaut. Mit seinem neusten Streich «About Time» hat er sich allerdings selbst übertroffen. Wie hier die romantische Komödie mit Elementen des Fantasy-Films verbunden und in eine comédie humaine überführt wird, ist sehr überzeugend. Dies ist nicht zuletzt den erfrischenden Jungschauspielern Domhnal Gleeson und Rachel McAdams, aber auch dem umwerfenden Bill Nighy in der Rolle des Vaters zu verdanken. Wenn es so etwas wie den gehobenen Mainstream gibt, dann ist er in diesem Film zu finden.

Charles Martig, Filmbeauftragter Katholischer Mediendienst
charles.martig@kath.ch

«About Time», England 2013, Regie: Richard Curtis, Besetzung: Domhnall Gleeson, Rachel McAdams, Bill Nighy, Tom Hollander; Verleih: Universal Pictures Schweiz, http://www.universalpictures.ch, Filmwebsite: http://abouttimeintl.com/uk/

Kinostart: 17. Oktober 2013