Ab 18! – Ich will Gerechtigkeit

Ekhlas ist die Jüngste in der grossen Familie mit vier Brüdern und drei Schwestern. Die Jesiden sind eine ethnisch-religiöse Minderheit aus dem Nordirak. Am 3. August 2014 verübte der Islamische Staat einen Genozid an den Jesiden. Sie betrachten die Jesiden als Teufelsanbeter und Ungläubige. IS-Kämpfer töteten Ekhlas‘ Vater vor ihren Augen. Die damals 14-Jährige, ihre Mutter und ihre Schwester Makboule kamen in IS-Gefangenschaft und wurden als Sexsklaven gehalten und verkauft. Als ihr nach sechs Monaten als einer der ersten Frauen die Flucht gelang, schwor sie sich, für Gerechtigkeit und für die Freiheit der Frauen in IS-Gefangenschaft zu kämpfen. Durch das Baden-württembergische Sonderkontingent für besonders schutzbedürftige Frauen kam sie 2015 nach Deutschland. Ekhlas ist eine der Ersten, die vor dem Britischen Parlament 2016 und später in der UN von den Menschenrechtsverletzungen des IS öffentlich berichteten. Sie leistete damit einen wichtigen Beitrag zur internationalen Anerkennung des Genozids an den Jesiden