60 Jahre FILM-DIENST

(medientipp) Mit dem Themenheft „Licht!“ feiert im Oktober der FILM-DIENST seinen 60. Geburtstag. Das Filmmagazin hat sich in seiner 60-jährigen Geschichte umfassend mit der gesamten Bandbreite des Films beschäftigt und wird dem Leser auch in Zukunft den Reichtum und die Vielfalt des Kinos erschliessen.

Das Licht der Welt erblickt hat der „Filmdienst der Jugend“ im Oktober 1947 als Projekt engagierter Laien aus der katholischen Jugendarbeit. 1949 wurde der FILM-DIENST zum offiziellen Organ der katholischen Filmkommission. Das mitunter bis in die Gegenwart kolportierte Verdikt, der FILM-DIENST habe als „Zensurinstrument“ zur Abwehr unliebsamer Filme gedient, wird durch die faktische Arbeit jener Jahre widerlegt: Die Zahl der Filmempfehlungen übersteigt die Zahl inkriminierter „Skandalfilme“ bei weitem. In den 60er-Jahren vollzog sich eine grundlegende Professionalisierung und Neuorientierung. Beständig erweiterte sich das Aufgabenspektrum des FILM-DIENST. Neben den Kinofilmen wurden frühzeitig Filme im Fernsehen erfasst, später auch Filmpremieren auf Video und DVD. Ein Quantensprung geschah 1990, als die Zeitschrift auf das heutige Magazinformat umstellte.

Ein „Nebenprodukt“ der systematischen Reflexion des Filmangebots ist das „Lexikon des Internationalen Films“, das auch der Filmdatenbank im Internet – http://www.cinomat.de – zugrunde liegt. Mit aktuellen Kritiken zur gesamten Breite des Filmangebots erschliesst der FILM-DIENST dem Leser heute noch den Reichtum des Kinos. Neben Grossproduktionen finden dabei kleine Produktionen, der aussergewöhnliche Erstlingsfilm, der anspruchsvolle Dokumentarfilm und der interessante Kinder- und Jugendfilm ebenso Beachtung. Dazu kommen Beiträge zu ästhetischen, politischen und historischen Themen, die zur Auseinandersetzung anregen.

Aus Anlass des Jubiläums erscheint am 25. Oktober 2007 das Themenheft „Licht!“. Ein betont affirmativer, plakativer Ausruf: Licht als Essenz, als Phänomen aller Kulturen, als grundlegendes Thema insbesondere des Kinos und des Kinofilms, nicht allein in technischer, sondern in weit höherem Masse in dramaturgischer, erzählerischer und inszenatorischer Hinsicht.

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