37°. Schluss mit Überfluss

Während der durchschnittliche Haushalt in Deutschland vor 100 Jahren 180 Dinge besass, sind es heute circa 10’000. Stetige Reizüberflutung, aggressive Werbung und marktfreundliche Erziehung sollen uns dazu anhalten, immer mehr zu konsumieren. Doch langsam entsteht eine Gegenbewegung, und Menschen beschäftigen sich mit der Reduktion aufs Wesentliche. Die Sehnsucht nach Übersichtlichkeit und die Konzentration auf das, was wirklich wichtig ist, gewinnen an Bedeutung. Dabei gibt es für minimalistische Lebensentwürfe weder Blaupausen noch Patentrezepte. Jeder muss für sich selbst den besten Weg finden, das eigene Leben komplett umzukrempeln. Nach der Trennung von ihrem Partner verkauft Susanna (65) das gemeinsame, 200 Quadratmeter grosse Haus und zieht in eine ganze 9 Quadratmeter umfassende Gartenlaube und dann in ein Tiny House. Marc (46) schlägt sein eigenes Holz zum Heizen und Kochen, erntet selbst angebautes Gemüse und lebt als «Waldmensch» im Einklang mit der Natur. Von einem minimalistischeren Leben erhofft sich Antonia (36) vor allem mehr Zeit …