360° Geo Reportage. Kaviar, das schwarze Gold Italiens
Wohl jeder verbindet mit Kaviar unweigerlich Luxus und Russland. Doch dort, wo die kostbaren Fischeier des Störs zwar immer noch in grossen Mengen verspeist werden, dürfen sie nicht mehr produziert werden. Seit der Stör durch Überfischung in Russland vom Aussterben bedroht ist und nicht mehr gefangen werden darf, muss die Delikatesse importiert werden. Unter anderem aus Italien. Zum einen wurde dort – speziell in der weitläufigen Po-Ebene Norditaliens – schon seit den 90er Jahren in spezialisierten Betrieben die Zucht der empfindlichen Fische perfektioniert, und zum anderen seit einigen Jahren mit erheblichen finanziellen Aufwand die Wiederansiedlung des Störs im Po vorangetrieben. Denn der 650 Kilometer lange Fluss war traditionell Wander- und Laichgebiet des Störs, der die Region kulturell und kulinarisch jahrhundertelang prägte. Die Störzuchtanlage von John Giovannini und seinem Bruder Sergio liegt in Cassolnovo, 30 Kilometer westlich von Mailand
