24h Jerusalem – ein Fernseh- und Webevent

(medientipp) Die 24-stündige Dokumentation porträtiert die Heilige Stadt und ihre Bewohner. Einen ganzen Tag lang begleiteten 70 Kamerateams 90 Menschen und dokumentierten das Leben in der geteilten Stadt. Ein interaktives Webangebot ergänzt das Fernseherlebnis.

Um 6:00 Uhr erwacht Jerusalem. Die Müllabfuhr räumt auf, während Arbeitnehmer im Stau und den Warteschlangen an den Check-Points auf die tägliche Geduldsprobe gestellt werden. Die Touristen, die zeitgleich in der Grabeskirche einen Gottesdienst besuchen, bekommen von diesen Alltagssorgen wenig mit. Am Vormittag archiviert Esther Shimberg in der Gedenkstätte Yad Vashem die Akten von Holocaust-Opfern, während eine deutsche Pilgergruppe Jerusalems Sehenswürdigkeiten besichtigt. Bei den Vorbereitungen für ein traditionelles palästinensisches Familienessen geht Constanze Klatt ihrer Schwiegermutter über die Mittagszeit zur Hand. Unterdessen betet der Franziskanermönch Armando Pierucci und an der Klagemauer feiert der 13-jährige Netanel Mamo seine Bar Mizwa. Taxifahrer Benzi Ben Shoham hat einen schweren Nachmittag vor sich: Er gedenkt seiner Schwester Limor, die bei einem Selbstmordattentat ums Leben gekommen ist. Derweil untersucht UN-Mitarbeiter Christoph von Toggenburg einen gewaltsamen Zwischenfall im Flüchtlingslager Aida in Bethlehem.

Gegen 18:00 Uhr schliessen Büros und Souvenirshops und Jerusalem begibt sich in den wohlverdienten Feierabend. In der Himmelfahrtskirche auf dem Ölberg wird ein Mädchen getauft, während Komödiant Yisrael Campbell vor einem Auftritt von seiner Konversion zum Judentum erzählt. Mit dem Gebet in der Al Aqsa Moschee beginnt der Abend, an dem Esther Shimberg mit ihren Freundinnen eine Bracha-Party feiert und Pilger sich von Wassim Razouk tätowieren lassen. Am späten Abend gibt es palästinensischen Pop im Hotel Ambassador und Hebamme Yana Glazer hilft einem Kind auf die Welt. In der Nacht kümmert sich der jüdische Rentner Meir Brom als Telefonseelsorger um die Probleme der Anrufer, bis die Stadt wieder zum Leben erwacht: In den Bäckereien duftet es nach Brot, die Grabeskirche öffnet ihre Pforte und der mystische Reigen aus Alltag, Geschichte und Gegenwart, aus Himmel und Hölle, geht nach 24 Stunden wieder von vorne los. Eine einmalige Reise endet hier und hinterlässt einen ganzen Berg an Bildern, Eindrücken und Gefühlen.

Ergänzend zum ganztätigen Fernsehprogramm finden sich auf der Plattform http://www.24hjerusalem.tv/de weitere Videos aus Jerusalem, das Webtagebuch des Regisseurs und interaktive Angebote. 24 Stunden lang können die Zuschauer zu jedem beliebigen Zeitpunkt das TV-Programm mit einem zweiten Bildschirm synchronisieren. Verfolgen Sie das Webprojekt unter #24hjerusalem bei Twitter oder zwitschern Sie mit unter #Religionen, #Siedler oder #Essen!

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